Weiterbildung
in
Systemischer
Therapie und Familientherapie
Hat im
Februar 2012 begonnen.
1. Theorie
und Methodik Mi-Sa 1. - 4. Februar 2012 = 4 Tage
Grundlagen systemisch-konstruktivistischen Denkens und Handelns
Bilden der SV- und IV-Gruppen
mit Hans Räbiger-Stratmann
2. Familienrekonstruktion
Sa-Sa 28. April - 5. Mai 2012 mit 7 Tagen
mit Friederike Stratmann und Hans Räbiger-Stratmann
Die Familienrekonstruktion ist auch separat buchbar :: siehe Ausschreibung
Für Kurzentschlossene ist noch ein Platz
frei :: Voraussetzung für die Teilnahme
ist der Abschluß einer Weiterbildung in Systemischer Beratung.
3. Theorie
und Methodik Sa-Di 10.-13.11.2012 = 4 Tage
Diagnostik und "Störungsbilder"
mit Hans Räbiger-Stratmann
4. Theorie
und Methodik Frühjahr 2013 = 4 Tage
Paartherapie mit Anne Valler-Lichtenberg und Paul Kramer
Kinder- und Jugendlichentherapie mit Anne Valler-Lichtenberg und Anne Klubert
5. Theorie
und Methodik Herbst 2013 = 4 Tage
Vermittlung und Training systemischer Interventionen und Techniken in
unterschiedlichen Settings, Kontexten und Arbeitsfeldern.
mit Hans Räbiger-Stratmann.
Die Themen Therapeutische Haltung,
Entwicklung der TherapeutInnen-Persönlichkeit und Ethik spielen in
jeder Einheit als Querschnittsthemen ein Rolle, einen besonderen Schwerpunkt
bekommen sie in der 1. und 4. Kurseinheit.
Das Wenger
Mühle Centrum bildet seit 1978 in Systemisch Integrativer Therapie
und Familien- und Paartherapie aus. Bundesweit gehören zum Mitarbeiterstab
9 LehrtherapeutInnen und ca. 50 erfahrene SupervisorInnen. Die LehrtherapeutInnen
im Rheinland sind:
Hans
Räbiger-Stratmann, Solingen
Dipl.-Sozialpädagoge/Psychotherapie
Familienth. u. System. Therapeut
DGSF
Sozialtherapeut GVS, Hypnotherapeut
Lehrtherapeut DGSF |
Anne Valler-Lichtenberg,
Köln
Dipl.-Supervisorin DGSv
Dipl. Sozialarbeiterin / Psychotherapie
Familien- und Paartherapeutin DGSF
Lehrtherapeutin DGSF |
Supervision:
Friederike
Stratmann, Solingen
Dipl.-Sozialarbeiterin/Psychotherapie
Supervisorin
DGSF
Lehrtherapeutin
DGSF |
Gastreferenten
Paul Kramer,
Kerpen
Anne Klubert,
Düren
Michael Rößner,
Herzogenrath |
Wir freuen uns, ein Curriculum anbieten
zu können, das ein hilfreiches Instrument in einem breiten Spektrum
von Arbeitsfeldern darstellt und die Besonderheiten besonders schwieri-ger,
d. h. anspruchsvoller Arbeitsfelder berücksichtigt.
Haltung in der Systemischen Therapie
Systemisch denkende Therapeuten
betrachten ihre Klienten als "Experten in eigener Sache", die ihre eigenen
Lösungen kreieren. Systemische Therapeuten haben Zutrauen in die Kom-petenzen,
Stärken und Ressourcen der Klienten. Die systemische Haltung ist geprägt
von Akzeptanz, Einfühlungsvermögen und Wertschätzung.
Systemische Therapie orientiert
sich am Anliegen und an den Wünschen der Klienten. Im Dialog werden
Bedingungen gesucht, unter denen Klienten ihre Ressourcen aktivieren können,
um möglichst eigenverantwortlich und selbstorganisiert zu individuellen
Lösungen und Zielen zu gelangen.
Zielgruppe
An der Weiterbildung kann jeder
teilnehmen, der die systemische Berater-Weiterbildung im WMC erfolgreich
abgeschlossen hat. In der Regel ist ein humanwissenschaftlicher Hochschul-
oder Fachhochschul-Abschluß Voraussetzung. In begründeten Fällen
sind Ausnahmen möglich, z. B. bei qualifiziertem Berufsabschluß
im psychosozialem Bereich und mindestens 3jähriger Berufserfahrung.
Ausnahmen bedürfen der Zustimmung des Lehrtherapeuten-Teams und der
DGSF.
Ziele
Die Weiterbildung soll den Teilnehmer
zur Systemischen Therapie mit Einzelnen, Paaren, Familien und anderen
Systemen befähigen.
Im Feld von Herkunftskräften
und aktueller Beziehungsdynamik in Austausch, Nähe, Kohäsion
werden systemische Instrumente und Techniken zur Prozeßverfolgung
und Prozeßsteuerung vermittelt.
Als therapeutische Basishaltung
gelten dabei Beziehungsgewinnung zum Klientel, kognitiv-emotionale Klärungs-Prozesse
zu führen, fruchtbare Kräfte- und Ressourcenarbeit, Akzep-tanz
klienteler Theorien, Lebensanschauungen und Erwartungen.
Die Familien-Rekonstruktion bezieht
therapeutische Prozesse mit ein, modelliert Therapeutenverhalten, verbindet
uns mit unseren Herkunftswurzeln und der Realität gelebter Beziehung.
Lernorganisation
In einer konstanten Gruppe
werden an 16 Blocktagen die Theorie-Inhalte und Praxiseinheiten vermittelt.
Therapeutisches Handeln wird von
den Lehrtherapeuten in Simulations-Einheiten und als Live -Arbeit demonstriert.
Selbst-Reflexions-Einheiten
sollen eigene Prozesse anstoßen und die individuelle Weiterentwicklung
zum Systemtherapeuten unterstützen.
Methodisch wird gewechselt zwischen
Vermittlung in der Gesamtgruppe und vertiefender Kleingruppen Arbeit.
Intervision und Supervision in der
vertrauten Peergruppe geben den Rahmen für intensives Erprobungs-
und Trainingshandeln, für theoretische Diskussion und Selbstreflexion.
In der Familienrekonstruktion setzen
sich die Teilnehmerinnen mit ihren Herkunftsfamilien aus einander; sie
arbeiten an Versöhnung, Verwurzelung, Abgrenzung, Muster- und Regeländerungen.
Weiterbildungsinhalte Theorie
und Methodik
Es sei hier noch einmal auf die
Inhalte der Berater-Weiterbildung hingewiesen, die als
Voraussetzung für die Therapeuten-Weiterbildung
gelten.
1.Systemisches Basiswissen
Wissenschaftstheoretische und epistemologische
Positionen in der Systemischen Therapie. Familientherapeutische bzw. systemische
Schulen. Geschichte der systemischen Familien-therapie. Systemische Therapie
im gesellschaftlichen und institutionellem Kontext – eine Herausforderung
für Systemtherapeuten.
2. Therapeutisches Basiswissen
Fokussierte Arbeit auf dem systemischen,
dyadischen und individualen Prozeßniveau.
Vertiefung von Zirkularität
– Neutralität – Hypothesenbildung – Wirklichkeitskonstruktion -
Wertschätzende Konnotation
- Reframing – Perspektivenwechsel.
Weitere Interventions- und
Skulpturierungstechniken.
Therapeutensprache, Humor und Witz
im therapeutischen Prozeß.
Therapeutenpersönlichkeit:
meine Rolle als Therapeut; mein Arbeitskontext.
Indikation, Analyse, Interventionsinstrumente
zur fokussierten Arbeit mit Paaren;
Kriseninterventionen für Paare
und andere Systeme.
3. Systemische Diagnostik
Systemische Modelle und Beschreibung
psychischer, psychosomatischer und psychiatrischer Systeme, von Suchtsystemen,
Suizidalen Systemen, von Konflikten, von kommunikativen Mustern und Beziehungsstrukturen,
von Kräften, Ressourcen und Lösungskompetenzen.
4. Kontrakt in der Systemischen
Therapie
Therapeutische Haltung und psychostrukturelle
Ankoppelung. Indikations- und Kontextklä-rung. Wahrnehmung und fördernde
Entwicklung der psychischen Kräfte und Ressourcen.
Therapieabschluß-Kriterien,
Evaluation.
5. Systemische Methodik
Vermittlung und Training systemischer
Interventionen und Techniken in unterschiedlichen Settings, Kontexten und
Arbeitsfeldern. Planung und Strategie eines systemischen Interventions-Designs,
systemische Realisation und Evaluation.
Grundlagen unserer Anforderungen
Das Curriculum entspricht den Richtlinien
der DGSF Deutsche Gesellschaft für Systemische Therapie und Familientherapie.
Die Anforderungen der DGSF haben uns bei der Konzeption des Weiterbildungsangebots
als Qualitätskriterien gedient.
Die Absolventen unserer Weiterbildungen
erhalten ein Zertifikat mit dem sie sich um die Anerkennung als Systemischer
Therapeut bei der DGSF bewerben können.
Erfahrene Arbeitgeber legen Wert
darauf, daß eine solide Weiterbildung nach den Richtlinien eines
Dachverbandes absolviert worden ist.
Unser Anspruch
Unser Angebot stellt eine Annäherung
an unsere Vision dar: Unsere Leitidee war die Kon-zeption einer Qualifizierungsmaßnahme,
die nicht nur in der unterstützenden Arbeit mit Menschen in klassischen
Therapiesettings (intentionale Therapie) nützlich ist.
Vielmehr ist es unser Anliegen,
Praktiker, die in Arbeitsbereichen (Jugendamt, Heime, SPFH, Jobcenter …),
in denen häufig nicht nur helfende, sondern auch kontrollierende Anforderungen
gestellt werden oder Zwangskontexte ein bedeutsame Rolle spielen (funktionale
Therapie), hilfreiche Perspektiven und Techniken zu vermitteln.
Ein bedeutsames Anliegen unserer
Weiterbildungen ist es, auch den Kolleginnen und Kollegen, die sich im
Bereich von sozialer Kontrolle und Zwangskontexten behaupten müssen,
brauchbares Handwerkszeug zu vermitteln. Durch die Vermittlung praxisnaher
Inhalte und Methoden und die Berücksichtigung der unterschiedlichen
Berufsfelder ermöglichen wir einen guten Transfer in die einzelnen
Arbeitskontexte.
Verlauf der Weiterbildung
Theorie
und Methodik 140 UE* = 14 Weiterbildungstage
Systemische
Supervision incl. 2 Video- oder 1 Live-Supervision
50 UE*
Selbsterfahrung
Familienrekonstruktion
60 UE* = 6-7 Weiterbildungstage
Systemische
therapeutische Praxis dokumentierte Fallarbeit
130 UE*
Intervision/Peergruppe
mit
Arbeitstreffen 50 UE*
schriftliche
Darstellung der Arbeit mit 2 Klientensystemen
Wenn Sie Ihre Beratungsweiterbildung
bei einem anderen Institut abgeschlossen haben und dem WMC
Rheinland Team noch nicht bekannt sind, möchten wir Sie gerne
in einem persönlichen Gespräch kennenlernen, um zu überlegen
inwieweit die Weiterbildungsinhalte und die angestrebte Kompetenz im eigenen
Arbeitsfeld zu neuen Veränderungen führen kann. Dieses Auswahlgespräch
findet in Köln statt.
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Kursgebühren
Die Weiterbildung
kostet ca. 2.500 €
Für Unterkunft
und Verpflegung ca. 1.500 €
WMC Zertifikat
zur Vorlage für die DGSF Anerkennung = 220 €
Evtl. fallen
Fahrtkostenerstattung für die Supervisorin mit 30 Cent/km an.
Sie können
mit uns Ratenzahlung vereinbaren.
Wir nehmen
den Bildungsscheck entgegen. Info www.bildungsscheck.de
Auskunft
Wenn Sie Interesse oder Fragen haben,
wenden Sie sich bitte an die Geschäftsstelle.
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