Elternpräsenz
statt Suchtpräsenz
Fortbildung
in Elternchaoching
Die Fortbildung
startet, sobald mind. 10 Anmeldungen vorliegen.
Für
die Fortbildung ist als Wochentag der Dienstag reserviert.
Zielgruppe
für diese Fortbildung
Mitarbeitende
in der Suchthilfe, Jugendhilfe und ähnlichen Arbeitsfeldern.
Zielsetzung
Die Fortbildung
bietet Ihnen handlungsorientierte Strategien, um Angehörigen von Suchtkranken,
insbesondere Eltern mit Töchtern und Söhnen mit Suchtpräsenz*
wieder Handlungsfähigkeit und Autonomie zu vermitteln. Das Besondere
der Strategien und der Methodik ist, daß sich die betroffenen Suchtkranken
zunächst an der Beratung oder Betreuung nicht aktiv beteiligen müssen
und die Angehörigen trotz überaus wirksam handlungsfähig
werden können.
Wichtig:
Diese neue Methodik grenzt sich von den Konzepten wie Co-Abhängigkeit
und Rückfall deutlich ab und hält sie für veraltet, überholt,
nicht zielführend, ja geradezu für kontraproduktiv.
Fortbildungsstruktur
Teil 1 findet
an 6 Fortbildungstagen statt mit Theorie und Methodik jeweils dienstags
10 - 18 Uhr
Teil 2 besteht
aus 5 halbtägigen Supervisionen jeweils dienstags 9 - 13 oder 13 -
17 Uhr
Teilnehmer
mindest. 10,
höchstens 15 TeilnehmerInnen
Voraussetzung:
Sie können
die Kurs- und Supervisionstermine so einplanen, daß Sie an möglichst
allen teilnehmen können.
Mindestqualifikation:
Sie haben ein abgeschlossenes FH Studium und 3 Jahre Berufstätigkeit
in einem psycho-sozialen Arbeitsfeld.
Tätigkeit
und Arbeitsfeld: Sie arbeiten zur Zeit u. a. mit Angehörigen von Suchtkranken.
Die vermittelten Strategien und Methoden können nicht am "grünenTisch"
gelernt werden, sondern müssen im Arbeitsalltag erprobt und eingeübt
werden.
Sie sind NichtraucherIn:
Diese Fortbildung und die angestrebte Qualifikation stehen unter dem Glaubenssatz,
daß man glaubwürdig nur dann mit "Suchtsystemen" erfolgreich
arbeiten kann, wenn man selbst nicht aktiv süchtig lebt - das gilt
für Tabakkonsum, aber auch für den abhängigen, süchtigen
Konsum aller Mittel.
Ort
Solingen
Preis
1.000 €
incl. Kursmaterial; Getränke und Obst - Wir nehmen den Bildungsscheck
entgegen, nicht aber den Prämiengutschein.
Teilnehmende,
die gemeinsam in ein und derselben Einrichtung arbeiten, erhalten 10 %
Ermäßigung. Unserer Erfahrung nach arbeitet es sich in Co-Beratung
nicht nur einfacher, sondern auch wesentlich effizienter! Wir wollen Sie
mit dem Preisnachlass ermuntern, an dieser Fortbildung zu zweit teilzunehmen.
Kündigung
und Rücktritt
Ein Rücktritt
ist bis 30 Kalendertage vor Beginn der Fortbildung möglich.
Eine Kündigung
während eines laufenden Weiterbildungslehrganges ist sechs Wochen
zum Ende eines jeden Quartals möglich.
Bei Rücktritt
oder Kündigung wird eine Bearbeitungsgebühr in Höhe von
25 € fällig, die gleichzeitig mit der Rücktrittserklärung
zu zahlen ist.
Rücktritts-
und Kündigungserklärungen müssen schriftlich auf dem Briefpostwege
erfolgen, wobei maßgeblich das Eingangsdatum des Zugangs der Rücktritts-
oder Kündigungserklärung ist.
Datenerfassung
Der/die TeilnehmerIn
/ die Institution erklärt sich mit der Anmeldung mit der automatischen
Bearbeitung und Speicherung der personen- oder institutsbezogenen Daten
für Zwecke der Seminar- oder Lehrgangsabwicklung einverstanden.
Alle Angaben
ohne Gewähr.
Leitung
Hans Räbiger-Stratmann
Dipl-Sozialpädagoge/Psychotherapie
Sozialtherapeut
(Suchttherapeut) psychoanalytisch orientiert GVS
Systemischer
Therapeut und Familientherapeut DGSF
Systemischer
Supervisor DGSF
Lehrtherapeut
für Systemische Therapie DGSF
MEG Ausbildung
in Klinischer Hypnose und Hypnotherapie
Seit 30 Jahren
Leitung von Suchthilfeeinrichtungen mit Praxiserfahrung in stationärer
Rehabilitation, Suchtberatungsstellen, Suchtvorbeugung und Gesundheitsförderung,
Ambulantem Betreutem Wohnen, niedrigschwelliger Kontaktstellenarbeit, Ambulanter
Rehabilitation Sucht mit VDR
Anerkennung,
Psycho-Sozialer Begleitung von Substituierten.
Das Programm
1. Theorieteil Systemisches
Wissen
Das für dieses Elterncoaching
nützliche Basiswissen aus der Systemtheorie, der Familienforschung,
der Lernpsychologie, der Hirnforschung und der Hypnotherapie wird vermittelt.
2. Theorieteil Suchtspezifisches
Wissen
Pubertät und Adoleszenz, Suchtpräsenz
und Suchterkrankung aus der Sicht der Entwicklungspsycho-logie, Psychoanalyse,
Familientherapie und Hirnforschung; Nützliches zu Krankheits- und
Störungs-konstruktionen.
3. Praxisteil Grundsätze
Systemischer Beratungspraxis
Sozialarbeit ist Beziehungsarbeit;
das spezifische WMC Setting in Familienberatung und Elterncoa-ching; Einzelberatung
vs. Co-Beratung; Hypnosystemische Handlungsstrategien
4. Praxisteil Fokussiertes
Systemisches Elterncoaching Teil I
Aspekte der Elternpräsenz;
Familiäre Eskalationen zwischen Eltern und Kindern aus systemischer
Sicht; die alte und die neue Autorität – die elterliche Haltung; Professionalisierung
elterlicher Haltung für den Umgang mit Suchtpräsenz
5. Praxisteil Fokussiertes
Systemisches Elterncoaching Teil II
10 Schritte hin zur Entwicklung von
Elternpräsenz; Zielentwicklung mit Elternpräsenz im Fokus; Netz-werkarbeit
entwickeln und nutzen; Einführung in das Gruppencoaching und strategische
Interventio-nen
6. Praxisteil Systemisches
Elterncoaching im Arbeitsfeld
Das eigene Arbeitsfeld – der eigene
Arbeitsplatz; Teamressourcen; Kooperationspartner im Arbeits-feld; Auftragslagen.
Die ratsuchenden Eltern: diagnostische
Einschätzung und Indikation; der Start als Schlüsselsequenz für
ein Arbeitsbündnis; Einbeziehung des IP; die Berücksichtigung
unterschiedlicher familiärer Muster.
1. - 5. Supervisionsworkshop
Dieser Teil der Fortbildung besteht
aus 5 halbtägigen Supervisionen
jeweils dienstags 9 - 13 oder 13
- 17 Uhr
Die Supervisionsworkshops setzen
die Fortbildung nach dem 6. Theorie-Praxisteil fort und bestehen aus 5
halbtägigen Supervisionen mit Theorie-Praxis-Bezügen. Die TeilnehmerInnen
stellen die eige-nen Coachingprozesse mit ihren ratsuchenden Eltern vor.
Mit den neu gewonnen Erkenntnissen expe-rimentieren, das sehen wir als
zentrales didaktisches Moment. Direkter Umgang mit realen Systemen anschließend
supervisorisch begleitet macht praxisnahes Lernen erst möglich.
Literatur
Basisliteratur, deren Kenntnis
diese Fortbildungsreihe voraussetzt:
Zum Einlesen, was die Haltung
Elternpräsenz und gewaltloser Widerstand bedeuten, wobei wir die
darin beschriebenen Interventionen für die Arbeit mit der hier betroffenen
Zielgruppe an Eltern nicht benutzen, sondern ganz eigene Interventionen
und Strategien entwickelt haben:
-
Haim Omer / Arist von Schlippe, Autorität
durch Beziehung. Die Praxis des gewaltlosen Widerstands in der Erziehung
Als allgemeine Einführung in
die systemische Beratung:
-
Arist von Schlippe / Jochen Schweitzer,
Lehrbuch der systemischen Therapie und Beratung
-
siehe auch bei http://books.google.de/books
-
Manfred Prior, MiniMax-Interventionen
- 15 minimale Interventionen mit maximaler Wirkung
und in Bezug auf die systemische
Familienberatung sollte man kennen:
-
Helm Stierlin u.a., Das erste Familiengespräch
Die folgende Literatur müssen
Sie nicht lesen, erleichtert aber maßgeblich das Verstehen und
Einordnen der vermittelten Inhalte und fördert erfahrungsgemäß
eine noch intensivere und noch schnellere Theorie-Praxis- Verbindung:
Einen ersten Einblick in das Arbeiten
mit Genogrammen vermittelt
-
Bruno Hildenbrand, Einführung in
die Genogrammarbeit
Als eine erste Einführung in Aspekte
der Hirnforschung:
-
Gerald Hüther, Bedienungsanleitung
für ein menschliches Gehirn
-
und die fabelhaften Onlinevideos des
Hirnforschers Manfred Spitzer: Link
Damit man weiß warum und wie man
sich in Klienten einfühlen kann,
Themen Spiegelneuronen, Resonanz
und Gegenübertragung:
-
Joachim Bauer, Warum ich fühle,
was Du fühlst - Intuitíve Kommunikation und das Geheimnis der
Spiegelneurone
wer
sich ausführlich damit beschäftigen will, lese den Klassiker:
Heinrich Racker, Übertragung und Gegenübertragung - Studien zur
psychoanalytischen Technik.
Noch mehr Hilfreiches aus der Hirnforschung
in der Verbindung mit Pädagogik
-
Gerald Hüther / Helmut Bonney,
Neues von Zappelphilipp. ADS/ADHS: verstehen, vorbeugen und behandeln
-
Wolfgang Bergmann / Gerald Hüther,
Computersüchtig - Kinder im Sog der mordernen Medien
Was hypnosystemisches Arbeiten
bedeutet erklärt:
-
Gunther Schmidt, Einführung in
die hypnosystemische Therapie und Beratung
und wer es noch ausführlicher
lesen möchte vom selben Autor
Gunther Schmidt, Liebesaffairen
zwischen Problem und Lösung - Hypnosystemisches Arbeiten in schwierigen
Kontexten
Etwas störungsspezifisches Wissen
ist auch ganz nützlich, wobei der Autor auch systemischem Denken verwandt
ist, denn er spricht nicht davon, daß Menschen so sind,
sondern einen bestimmten "Modus" benutzen:
Stavros Mentzos, Neurotische
Konfliktverarbeitung - Einführung in die psychoanalytische Neurosenlehre
unter Berücksichtigung neuer Perspektiven
auch dieser Psychoanalytiker schaut
über den Tellerrand der eigenen Profession hinaus:
Wolf-Detlef Rost, Psychoanalyse
des Alkoholismus - Theorie, Diagnostik, Behandlung
Noch mehr "Störungsspezifisches"
Wissen:
-
Johannes Lindenmeyer, Lieber schlau
als blau, m. CD-ROM - Entstehung und Behandlung von Alkohol- und Medikamentenabhängigkeit
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* Suchtpräsenz:
Da wir keine Ferndiagnose stelllen können, ohne mit dem von einer
Sucht betroffenen Menschen geredet zu haben, sprechen wir lieber von Suchtpräsenz
als vielleicht vorschnell von einer Suchterkrankung.
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